Öffentliche Podiumsdiskussion

Solidarische Teilhabe für alle – Bildungswege nach der Flucht
(CC-Hörsaal 4, Raum 1127)

Krieg, politische Konflikte und Instabilität, ökonomische, soziale und kulturelle Ungleichheiten drängen in vielen Ländern Menschen dazu, sich auf beschwerliche und unsichere Wege zu begeben. Weit entfernt von ihren Herkunftsorten suchen sie Lebens- und Teilhabechancen, auch in der Bundesrepublik Deutschland. Wird den Angaben des United Nations International Children’s Emergency Fund vertraut, dann leben gegenwärtig mehr als 65.000 Kinder und Jugendliche mit einem unsicheren Aufenthaltsstatus in Deutschland. Sie brauchen Räume, um ihre Hoffnungen auf ein besseres und sicheres Leben zu realisieren und sie brauchen Räume, um ihre Bildungsziele zu realisieren.

Die Erziehungswissenschaft ist stärker als je zuvor bei der Entwicklung und Verwirklichung migrationsgesellschaftlich sensibler und fairer Konzepte gefordert. Insbesondere ist es jedoch das Engagement von Pädagog_innen in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Berufs- und Hochschulen, das dazu beiträgt, Bildungs-, Lern- und, Betreuungsformen zu entwickeln, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen dabei unterstützen, nach Flucht und Migration in der deutschen Gesellschaft anzukommen und an dieser teilzuhaben. Gefordert ist die Erziehungswissenschaft aber auch, wenn es darum geht, rechtspopulistischen und rassistischen, im öffentlichen Raum vermehrt artikulierten Deutungsmustern in schulischen, sozial- und erwachsenenpädagogischen wie auch in hochschulischen Zusammenhängen nachdrücklich entgegen zu treten.

Auf der öffentlichen Veranstaltung sollen Fragen von Migration und Flucht sowie die sich darüber ergebenen Herausforderungen und Lösungen für solidarische Angebote von Bildung, Hilfe und Unterstützung diskutiert werden.

Wir freuen uns folgenden Personen als DiskutantInnen ankündigen zu dürfen:

Prof. Dr. Albert Scherr [PH Freiburg],

Prof.in Dr. Ute Clement [Universität Kassel],

Prof.in Dr. Viola B. Georgi [Universität Hildesheim],

Prof. Dr. Christoph Koller [Universität Hamburg]

Bahar Djamali [Universität Kassel]

Die Moderation erfolgt durch Dr. Michael Köhler [WDR 3, Köln].